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Am 25.01.2022 begannen die Rodungen im Andershofer Wald. Diese wurden in Erwartung von Störungen unter Polizeischutz durchgeführt.

Mittlerweile sind die Rodungen weitgehend abgeschlossen. Zurück bleibt eine große freie Fläche. Das es überhaupt zu den Rodungen kam, ist nicht irgendjemandem zu verdanken.

Das zuständige Forstamt Schuenhagen deklarierte den Wald zunächst als Küstenschutzwald, wodurch Rodungen untersagt sind. das Landesforstamt – welches Till Backhauses Umweltministerium untersteht – kippte diese Entscheidung später. Der Verdacht liegt nahe, dass das ein Freundschaftsdienst zwischen Backhaus und Oberbürgermeister Badrow war. Vor allem wenn man bedenkt, dass Badrow bereits seit Jahren auf eine Änderung des Landeswaldgesetzes drängt. Er möchte, dass als Küstenschutzwald deklarierte Wälder einfach ohne Genehmigung des Forstamtes gefällt werden dürfen. Warum will er das eigentlich?

Der Bauherr ist nicht irgendjemand, sondern Fred Muhsal. Der ist nicht nur ein guter Freund vom Oberbürgermeister. Badrows Frau ist nämlich Geschäftspartnerin von Muhsal. Gemeinsam betreiben sie den benachbarten Pflegedienst. Auch wenn Verflechtungen von den Badrows abgestritten werden, sind diese kaum zu übersehen. Unwahrscheinlich, dass es sich hierbei um Zufall handelt.

Auf dem nun freien Gelände soll neben Wohnhäusern ein Discounter errichtet werden. Der Nutzen von diesem darf klar angezweifelt werden, da sich bereits zwei gerade einmal 500 Meter entfernt befinden. Diese sollen zudem in naher Zukunft im Rahmen der Übernahme des Real-Marktes durch die Edeka-Gruppe umfangreich überarbeitet werden.

Der Nutzen gerechtfertigt nicht die Flächenversiegelung. Beim Andershofer Wald handelte es sich um einen an perfekt an die Umgebung angepassten Wald. Da dieser auch noch im Wachstum war, war er in der Lage besonders viel CO2 zu speichern. Die Speicherung von CO2 ist dringend notwendig um schnell die Klimaneutralität zu erreichen. Mit den jüngsten Fällungen rückt dieses Ziel in der Stadt Stralsund wieder ein Stück weiter in die Ferne.

Dieses Ziel dürfte noch weiter in die Ferne rücken, wenn die umfangreichen Baupläne für den Ausbau der Stadtteile Devin und Andershof in die Tat umgesetzt werden.

 

Quellen

https://ostsee-zeitung.de/Vorpommern/OB-Ehefrau-gruendet-mit-Stralsunds-groesstem-Bauloewen-eine-Firma

https://www.ostsee-zeitung.de/Vorpommern/Stralsund/Protest-in-Stralsund-Umweltaktivisten-besetzen-letzte-Baeume-im-Andershofer-Waeldchen