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Gemeinsame Pressemitteilung der GRÜNEN JUGEND Landesverbände Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern

Die GRÜNE JUGEND in den neuen Bundesländern stellt sich hinter die Forderungen der IG Metall zur Tarifangleichung in Ost und West. Seit der vergangenen Woche gibt es in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Sachsen sowie einigen Werken in den alten Bundesländern Warnstreiks.

Joseph Albrecht von der Grünen Jugend Brandenburg erklärt dazu:
„Es ist inakzeptabel, dass wir nach 30 Jahren immer noch diese gravierenden Unterschiede in der Bezahlung und der Arbeitszeit hinnehmen müssen. Die aktuelle Gesprächsverweigerung der Arbeitgebenden ist ein deutliches Zeichen der Missachtung den Arbeitenden im gesamten Osten und vor allem den 290.000 Metaller*innen in Berlin, Brandenburg und Sachsen gegenüber. Es kann nicht sein, dass Menschen im Osten schlechter verdienen und länger arbeiten müssen als ihre Kolleg*innen im selben Betrieb im Westen.“

Heute zum 1. Mai, dem traditionellen Kampftag von Arbeitenden, und nach 30 Jahren Ungleichheit zwischen den neuen und alten Bundesländern, benötigt es eine sofortige Anpassung der Tarifverträge.

Johanna Gut von der Grünen Jugend Sachsen betont hierzu:
„Eine Stufenangleichung würde noch viele weitere Jahre Lohnunterschiede und Ungerechtigkeit bedeuten. Wir benötigen aber jetzt sofort bessere Löhne für alle. 8,5 Prozent weniger Gehalt in den neuen Bundesländern sind nicht länger tragbar. Als Ost-Verbände der GRÜNEN JUGEND stehen wir für gleichen Lohn für gleiche Arbeit!“

Katharina Horn von der Grünen Jugend M-V, ergänzt:
„Auch für Auszubildende und Dualstudierende braucht es endlich bessere oder, dort wo es noch keine gibt, überhaupt Regelungen. Die Ausbildungsbedingungen sind vielerorts schlecht, denn nicht nur die Ausbildungsvergütungen sind viel niedriger als in den Westdeutschen Bundesländern. Auch die Wege zu den Berufsschulen sind weit und die Ausstattung der überbetrieblichen Lernorte mehr als ausbaufähig. Für echte Perspektiven braucht es außerdem schnell die Übernahme-Garantie nach Vollendung der Ausbildung.“

Sarah Einzel von der Grünen Jugend Sachsen-Anhalt fügt hinzu:
„Es ist eine Frage von Gerechtigkeit und Zukunftssicherung. Die Corona- und Klimakrise zeigen wie die arbeitende Bevölkerung unter schlechten oder nicht vorhandenen Tarifverträgen leidet. Wenn wir über einen Strukturwandel sprechen, dann ist die Gleichstellung von den Tarifverträgen sowie deren Ausweitung ein Muss.“

Karoline Jobst von der Grünen Jugend Thüringen, ruft zum Beitritt in Gewerkschaften auf:
„Gewerkschaften wie die IG Metall, ver.di, FAU, GEW oder auch EVG sind nicht nur eine Brandmauer und guter Partner gegen Rechtspopulist*innen und Neonazis, sondern vor allem auch der Grundboden für gute Arbeit und eine gute Möglichkeit sich für ein besseres Leben einzusetzen. Als Ost-Verbände der GRÜNEN JUGEND  stehen wir solidarisch an der Seite der Gewerkschaften und heute am ersten Mai gemeinsam auf der Straße.“