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Dass sensible Sprache bei Themen der Diskriminierung wichtig ist, wissen wir mittlerweile. Das N-Wort wird [mittlerweile] mehrheitlich nicht mehr von Weißen verwendet und das Wort “Rasse” ist in seinem Problem logisch und offensichtlich. Bei dem Wort “farbig” ist das aktuell noch nicht so.

Der Begriff “farbig” oder “Farbige” scheint eine Unterscheidung vorzunehmen. Als gäbe es Kriterien wie “Richtig schwarz-sein” oder weiße “Abstammung”.

Besonders in Deutschland wirkt der Begriff “farbig” als solle er ein Euphemismus, eine gut-geredete oder höflich gemeinte Form von Schwarz darstellen und genau dann wird es problematisch. In dem Moment, in dem man Bezeichnungen für Menschen schönredet oder verharmlost, gibt es eine Norm, in diesem Zusammenhang gilt weiß als “Richtwert” und “farbig” eine Aufwertung von “schwarz”. Solche Herführungen sind den meisten Menschen bei der Verwendung diskriminierender Wörter oft nicht bewusst, findet aber [unbewusst] statt.

Deutlich wird das Problem, wenn Kinder sich gegenseitig Fragen “Kann ich mal den “Hautfarbe” Stift?”. Die Antwort darauf exkludiert viele Menschen, weil das Vorhandensein einer Norm vermittelt wird; weiß.

Allgemein ist es wichtig, auf die Selbstbenennung zu achten. Begriffe wie Schwarze und People of Color (PoC) sind gängig, jedoch kann es zu individuellen Abweichungen kommen, die respektiert werden sollten.