Skip to main content
Aktuelles

Keine Beschäftigungstherapie für die Klimabewegung

By 10. Januar 2022Januar 14th, 2022No Comments

Till Backhaus (SPD), Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umweltschutz, hat Fridays for Future und dem Rat für Umwelt und Nachhaltigkeit (RUN) ein Waldstück zur gemeinsamen Nutzung und Bepflanzung angeboten.

Jetzt ist der Minister offenbar irritiert, dass die Klimaaktivist*innen nicht in Jubelgeschrei ausbrechen. So lässt sich zumindest seine PM verstehen, in der er sich empört, dass auf seine PR-Aktion der Waldschenkung nicht angemessen reagiert wird.

Katharina Horn, Sprecherin der GJ MV, dazu: „Hier fühlt sich ein alter, weißer Mann ganz offensichtlich auf den Schlips getreten. Ich bin 23 Jahre alt – ebenso lange ist Till Backhaus Landesminister, viele Jahre davon auch Umweltminister. Wenn Herr Backhaus in den rund 3600 Arbeitstagen seinen Job auch nur ansatzweise zufriedenstellend ausgefüllt hätte, wäre der Protest der Klimabewegung heute nicht nötig. Statt sich jetzt zu empören, wäre eine Entschuldigung und ein Anpacken der Probleme notwendig.“

Die Klimaaktivist*innen handeln unserer Meinung nach vollkommen richtig, wenn sie sich von Backhaus nicht in einem Wald verstecken lassen. Uns läuft die Zeit für die Bekämpfung der Klimakrise davon. Und anstatt sich PR-Aktionen zu überlegen, sollte der Minister lieber die CO2-Emissionen in MV bekämpfen. Die kommen zu einem Drittel aus trockengelegten Mooren. Statt Bäume im Wald pflanzen muss das Gebot der Stunde also wiedervernässen heißen.

Cookie Consent mit Real Cookie Banner