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Die Situation rund um Kinderkliniken und Geburtsstationen in Mecklenburg-Vorpommern spitzt sich dramatisch zu. Erst Parchim, dann Crivitz, jetzt Demmin. Leider ist dieser katastrophale Zustand weder neu noch überraschend. Dazu sagt Jana Klinkenberg, Sprecherin der Grünen Jugend MV:

„Die Situation war bereits lange bekannt, die drastischen Fehlentwicklungen im medizinischen Bereich hätten vor Jahren durch kluge Konzepte aufgehalten werden müssen. Eine intakte Daseinsvorsorge ist der Grundpfeiler für die Lösung unserer demografischen Probleme. Um junge Familien in die ländlichen Regionen und Kleinstädte zu locken, ist eine gute und zuverlässige medizinische Versorgung unabdingbar. Die Probleme in unseren Kliniken zeigen aber ganz deutlich: Bereits heute haben wir große Probleme, die Fachkräfte im Land zu halten oder gar anzuwerben. Wird die Infrastruktur und die Daseinsvorsorge im ländlichen Raum weiter abgebaut, dann haben wir gar keine Chance mehr, den Trend umzukehren.

Die Versorgungsquote sollte generell nicht an die Einwohnerzahl gekoppelt werden – stattdessen wäre es sinnvoll, wenn Flächenrichtwerte eingehalten werden. Um den Bedarf an Fachpersonal in Kliniken und Arztpraxen decken zu können, müssen schnellstmöglich Lösungen gefunden werden, um junge Ärzt*innen in ländliche Regionen zu holen und dort zu binden.“